Der scrîpvaz-Verlag wurde 1995 in Bamberg gegründet. Entstanden war die Idee einige Zeit zuvor ebenfalls in Bamberg.
Nach ausreichendem Genuss von Bamberger Bier hatten Jörg Bremer und
Christof Krauskopf beschlossen, an der Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte in allgemeinverständlicher Form mitzuarbeiten.
Da die Möglichkeiten der Publikation für Geisteswissenschaftler äußerst begrenzt sind, Druckkosten hoch und die Zuschüsse, die viele Verlage verlangen, immens, kam die Idee auf, einfach einen eigenen Verlag zu gründen. Zunächst war an eine Reihe gedacht, die mit – der initiierenden Verlagsidee folgend – Kultur- und Lebensformen in Mittelalter und Neuzeit überschrieben wurde.
Der Wunsch, für die fachkundige LeserIn und für Nichtfachleute Lebensrealitäten zu rekonstruieren, sollte in dieser Reihe verwirklicht werden.
Gefragt war nun noch der Verlagsname. Da das Hauptforschungsgebiet der Verleger das Mittelalter war, kam man schnell überein, ein mittelhochdeutsches Wort zu wählen, und was lag näher als ein Tintenfass?
Der Verlagsort wurde 1997 zunächst nach Frankfurt an der Oder verlegt, 1999 schließlich dann nach Berlin.
Jörg Bremer musste den Verlag in diesem Jahr wegen seiner vielfältigen Verpflichtungen an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) verlassen.
Justyna Gralak stieg 1998 im Rahmen des Zisterzienser-Projektes ein und arbeitet seit 1999 vor allem im Gestaltungsbereich.
Den Marketing-Bereich übernimmt seit 2003 der Kulturwissenschaftler Thomas Jaeger. Das Programm konzentriert sich nach wie vor auf die Bereiche Geschichte, Archäologie und Kulturwissenschaften.